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Vereinstennis · Bundesliga

Tennis-Bundesliga: fünf Meistertitel mit dem TK Kurhaus Aachen

Die Weltrangliste eines Tennisprofis erzählt immer nur die halbe Geschichte. Neben der internationalen Tour spielte Florian Mayer über ein Jahrzehnt für den TK Kurhaus Aachen in der 1. Tennis-Bundesliga und gewann dort fünf deutsche Mannschaftsmeisterschaften. Es ist die konstanteste Zeile seiner ganzen Laufbahn, und die am seltensten erwähnte: Fünf Titel in sechs Jahren stehen dort verzeichnet.

Fünf Titel in sechs Jahren

Seit 2008 spielte Mayer für den TK Kurhaus Aachen. Mit dem Verein gewann er die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in den Jahren 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013, also fünfmal innerhalb von nur sechs Spielzeiten. In genau diese Serie fällt auch die stärkste Phase seiner Einzelkarriere auf der internationalen Tour, beides verlief also zeitlich parallel.

Der Zusammenhang ist kein Zufall. Zwischen 2010 und 2013 beendete Mayer vier Saisons in Folge unter den besten vierzig Spielern der Welt, 2011 sogar auf Rang 23. Ein Bundesligateam, das in dieser Zeit einen solchen Spieler in seinen Reihen hat, bringt an den Spieltagen eine Position mit, die kaum ein Gegner besetzen kann.

Fünf Titel in sechs Jahren

Meistertitel mit dem TK Kurhaus Aachen
SaisonWettbewerbErgebnis
20081. Tennis-BundesligaDeutscher Mannschaftsmeister
20091. Tennis-BundesligaDeutscher Mannschaftsmeister
20111. Tennis-BundesligaDeutscher Mannschaftsmeister
20121. Tennis-BundesligaDeutscher Mannschaftsmeister
20131. Tennis-BundesligaDeutscher Mannschaftsmeister

Wie die Tennis-Bundesliga funktioniert

Die 1. Tennis-Bundesliga ist die höchste deutsche Mannschaftsspielklasse und wird im Sommer parallel zur internationalen Tour ausgetragen. Ein Begegnungstag besteht aus Einzeln und Doppeln zwischen zwei Vereinsmannschaften; die Saison ist kurz und liegt in den Wochen, in denen viele Profis ohnehin bei europäischen Turnieren im Einsatz sind, was ihre Terminplanung spürbar erleichtert.

Für Spieler der Tour ist das eine Nebenverpflichtung mit eigenem Reiz: feste Termine, ein Publikum, das den Verein und nicht das Turnier verfolgt, und Mannschaftskollegen statt permanenter Einzelkonkurrenz. Für die Vereine sind Profis dieser Kategorie oft der Unterschied zwischen einem Platz im Mittelfeld und der deutschen Meisterschaft, von denen Aachen in Mayers Zeit fünf gewann.

Der Wettbewerb hat in Deutschland eine lange Tradition und war für viele Spieler der Weg in den Profisport. Anders als auf der Tour zählt hier nicht die individuelle Weltranglistenposition, sondern das Ergebnis der Mannschaft an einem Spieltag, was das Format für Zuschauer wie für Spieler grundlegend anders macht und in dem Vereinstreue eine größere Rolle spielt als sonst im Profitennis.

Die konstanteste Adresse seiner Karriere

Trainer wechselte Mayer im Laufe der Jahre mehrfach, von Ulf Fischer über Stefan Eriksson und Markus Wislsperger bis zuletzt Tobias Summerer. Seine Trainingsbasis lag in der Tennisbase des Bayerischen Tennisverbands in Oberhaching bei München, also mehrere hundert Kilometer entfernt von seinem Bundesligaverein in Aachen; diese Doppelbelastung gehörte zum Alltag vieler Bundesligaspieler.

Der Verein blieb dagegen derselbe. Über ein Jahrzehnt, durch zwei schwere Verletzungspausen und einen Absturz jenseits von Weltranglistenplatz 400 hinweg, stand in der Vereinsbilanz derselbe Name. Wer nach Kontinuität in dieser Laufbahn sucht, findet sie nicht in der Weltrangliste, sondern in der Mannschaftsaufstellung eines Aachener Klubs, in der über zehn Jahre hinweg derselbe Name stand.

Fragen zum Vereinstennis

Für welchen Verein spielte Florian Mayer in der Bundesliga?

Für den TK Kurhaus Aachen, dem er sich 2008 anschloss und über ein Jahrzehnt treu blieb. Mit dem Verein gewann er fünf deutsche Mannschaftsmeisterschaften in der 1. Tennis-Bundesliga, in den Jahren 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013, also in fünf von sechs aufeinanderfolgenden Spielzeiten. Nur 2010 blieb der Verein in dieser Serie ohne Titel.

Wie viele Bundesliga-Titel gewann Florian Mayer?

Fünf, und zwar innerhalb von nur sechs Spielzeiten: 2008, 2009, 2011, 2012 und 2013. Diese Serie deckt sich genau mit der stärksten Phase seiner Einzelkarriere, in der er vier Jahre hintereinander die Saison unter den besten vierzig Spielern der Weltrangliste beendete. Ein starker Einzelspieler entscheidet in der Bundesliga oft die Begegnung.

Was ist die 1. Tennis-Bundesliga?

Sie ist die höchste deutsche Mannschaftsspielklasse im Tennis und wird im Sommer parallel zur internationalen Tour ausgetragen. Ein Spieltag besteht aus Einzeln und Doppeln zwischen zwei Vereinsmannschaften. Für Tourprofis ist der Wettbewerb eine Nebenverpflichtung, für die Vereine dagegen oft der entscheidende sportliche Faktor. Ein Profi dieser Kategorie besetzt die erste Position praktisch unangefochten.

Wo trainierte Florian Mayer?

In der Tennisbase des Bayerischen Tennisverbands in Oberhaching bei München, also nicht am Standort seines Bundesligavereins. Als Trainer arbeiteten im Laufe der Jahre unter anderem Ulf Fischer, Stefan Eriksson und Markus Wislsperger mit ihm, zuletzt betreute ihn Tobias Summerer bis zum Karriereende. Der Vereinsstandort in Aachen blieb davon über die Jahre völlig unabhängig.

Warum ist die Bundesliga-Bilanz bemerkenswert?

Weil sie die konstanteste Zeile seiner Laufbahn ist. Während die Weltrangliste zwischen Platz 18 und Platz 409 schwankte und zwei lange Verletzungspausen dazwischenlagen, blieb die Vereinszugehörigkeit über ein Jahrzehnt unverändert und brachte in dieser Zeit fünf deutsche Meisterschaften mit sich. Kontinuität dieser Art findet sich an keiner anderen Stelle seiner Einzelbilanz.

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Die Vereinsjahre überschneiden sich mit den Einsätzen im Davis Cup und im World Team Cup, dem zweiten Teil seiner Mannschaftsbilanz. Dass Aachen ausgerechnet einen Spieler aus Oberfranken verpflichtete, wird verständlicher, wenn man liest, wie seine Anfänge im Bayreuther Vereinstennis verlaufen sind, vom ersten Schläger bis zum Profivertrag mit siebzehn Jahren, unmittelbar nach dem Schulabschluss.